Abfalltipps für ein noch schöneres Limmattal

Abfall ist der Rohstoff der Zukunft, steckt er doch voller Energie und Wertstoffe. Deshalb ist es wichtig, Abfall so zu entsorgen, dass er energetisch verwertet werden kann. Unsere Tipps unterstützen Sie als Limmattalerin und Limmattaler beim cleveren Reduzieren und Entsorgen Ihres Abfalls.

Abfalltipp #1

Werfen Sie weniger weg

Wir holen das Beste aus Ihrem Abfall heraus und produzieren daraus CO2-neutrale Energie. Weil uns das Limmattal am Herzen liegt, machen wir uns stark für weniger Abfall und weniger Plastik. Hier unsere Tipps:

  • Stoffbeutel, Tupperware und Plastikbesteck im Auto oder in der Tasche immer dabei – für Einkäufe und Takeaway.
  • Auf Einwegprodukte verzichten und stattdessen wiederverwendbare Produkte, Nachfüllprodukte sowie Konzentrate oder Pulver zum Anmischen kaufen.
  • Getränke in Glasflaschen, Joghurt und Fertigsuppen in Glasbehältern kaufen – damit grad noch die Muckis trainieren.
  • Gerichte, Kosmetik und Kleider selbst machen statt kaufen – ist gesünder und ökologischer.
  • Rüstabfall aus der Küche in den Bioabfall statt in den Kehrichtsack – daraus wird umweltfreundliches Biogas gewonnen.
Der eigene Stoffbeutel spart an der Gemüsewaage jedes Mal ein Plastiksäckli. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Der eigene Stoffbeutel spart an der Gemüsewaage jedes Mal ein Plastiksäckli. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Abfalltipp #2

Tragen Sie Sorge zu Lebensmitteln

In der Schweiz landen jährlich ein Drittel der Lebensmittel im Kehrichtsack statt auf dem Teller. Alles, was es braucht, um achtsamer mit Nahrung umzugehen, sind Köpfchen und Kreativität.

Hier unsere Kurztipps: Gehen Sie am besten mit einer Einkaufsliste und nicht hungrig einkaufen. Lagern Sie Lebensmittel smart, damit sie länger halten, und behalten Sie im Blick, was bald aufgebraucht werden sollte. Und manches ist zwar nicht mehr geniessbar, aber trotzdem noch nützlich: Ranziges Olivenöl eignet sich zum Beispiel zur Pflege eines verwitterten Gartentischs. Auch Reste verdienen eine zweite Chance. Mit ihnen lassen sich im Handumdrehen leckere Gerichte zaubern.

Und falls doch was übrigbleibt: Nutzen Sie die kostenlose Bioabfallsammlung in Ihrer Gemeinde. So erhalten Essensreste ein zweites Leben in Form von umweltfreundlichem Biogas. Noch immer besteht rund ein Drittel des Inhalts von Kehrichtsäcken aus biogenem Abfall.

Entdecken Sie Tipps und Wissenswertes rund um Food Waste in unserem Magazin-Beitrag.

Abfalltipp #3

Teilen, reparieren und recyceln Sie

Kreislaufwirtschaft ist angesagt. Der Lebenszyklus von Materialien und Produkten verlängert sich durch Schenken, Teilen, Reparieren und Recyceln. Machen Sie mit und verschenken Sie, was Sie nicht mehr brauchen. Teilen Sie Geräte, die Sie nur selten benutzen. Flicken Sie, statt wegzuschmeissen, zum Beispiel in den Repair Cafés, einem Projekt der Stiftung für Konsumentenschutz. Vielleicht haben Sie sogar selbst Lust, ein Repair Café in Ihrer Gemeinde zu lancieren? Und das, was Sie im Kehrichtsack oder direkt im Recyclinghof entsorgen, bleibt dennoch im Kreislauf: Limeco schenkt Ihrem Abfall nämlich ein zweites Leben in Form von neuen Rohstoffen und CO₂-neutraler Energie.

Im Repair Café bekommen Geräte ein zweites Leben — meist scheitert es an einem einzigen Bauteil. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Abfalltipp #4

Schauen Sie bei Schnäppchen genau hin

Ein paar Klicks und das Billigprodukt aus Asien wird ruckzuck verschifft. Genauso schnell landet es oft im Abfall. Anzeigen im Netz locken mit vermeintlichen Aktionen und viele Online-Shops versprechen saftige Rabatte. Fallen Sie nicht auf das Schnäppchen-Marketing rein, sondern fragen Sie sich: Brauche ich das wirklich? Ist es ein gutes, nachhaltiges und fair hergestelltes Produkt? Meistens ist die Antwort ein Nein. Fake Shops, die Sie abzuzocken versuchen, lassen sich gemäss der Stiftung für Konsumentenschutz erkennen an:

  • verdächtig vielen Schreibfehlern
  • äusserst günstigen Preisen
  • nur hervorragenden Bewertungen
  • frei erfundenen Qualitätssiegeln
  • fehlendem Impressum
  • fehlenden Kontaktangaben

Darum: Augen auf und kritisch sein!

Abfalltipp #5

Entsorgen Sie Sperrgut korrekt

Was wir nicht brauchen, lagern wir alle gerne im Keller oder Estrich. Dort bleibt es für eine gefühlte Ewigkeit. Dabei ist es so befreiend, auszumisten! Doch wohin damit? Viele stellen Ausrangiertes mit einem Gratis-Zettelchen an die Strasse und hoffen, dass es jemand mitnimmt. Dabei ist das erstens gar nicht erlaubt und zweitens nicht nett, weil die guten Stücke einfach zu alt, zu fleckig oder kaputt sind. Bringen Sie Sperrgut besser in den Recyclinghof nach Dietikon. Limeco produziert daraus CO₂-neutrale Wärme, die viele Öl- und Gasheizungen im Limmattal überflüssig macht. Kein eigenes Fahrzeug? Organisieren Sie einen Entrümpelungstag im Haus mit Fahrgemeinschaft und anschliessender Feier. Platz dafür haben Sie ja dann genug.

Richtig entsorgen leicht gemacht.

Nicht auf die Strasse, sondern in den Recyclinghof von Limeco in Dietikon: Sperrgut.

Abfalltipp #6

Füllen Sie den Kehrichtsack bis zum Rand

Wussten Sie, dass Ihr Abfall voller Energie steckt? Die Kehrichtverwertungsanlage von Limeco wandelt jedes Kilo Abfall in nutzbare Wärme und Strom um. In einem 35-Liter-Kehrichtsack steckt Energie von rund 1,8 Liter Heizöl oder 15 Kilowattstunden. Damit können Sie an die 1000 Kilometer mit Ihrem E-Bike fahren oder 20 Stunden staubsaugen – wenn Sie denn wollten.. Also den Gebührensack bis zum Rand füllen und bei halber Füllung den Abfall in die unteren Ecken stopfen und nur Brennbares reintun – schont auch Ihre Haushaltskasse.

Randvoll statt halbleer: Der Gebührensack kostet gleich viel, egal wie viel drin ist. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Randvoll statt halbleer: Der Gebührensack kostet gleich viel, egal wie viel drin ist. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Abfalltipp #7

Informieren Sie sich über Energie aus Abfall

Die Kehrichtverwertungsanlage in Dietikon ist ein veritables Kraftwerk. Sie gewinnt aus Ihrem Abfall tonnenweise Wertstoffe und funktioniert wie eine riesige Zentralheizung fürs Limmattal. Fernwärme macht uns unabhängiger von den Kapriolen des internationalen Energiemarkts und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Entsorgungs- und Versorgungssicherheit im Limmattal. Prüfen Sie jetzt einen Anschluss Ihrer Liegenschaft an Limeco Regiowärme!

Abfalltipp #8

Schmeissen Sie Aspirin, Panadol und Co. nicht weg

Neben Keller, Estrich und Garage gibt es noch einen Ort, den man regelmässig aufräumen sollte: die Hausapotheke. Doch wohin mit abgelaufenen Medikamenten? Ganz einfach: Sie bringen Sie dorthin zurück, wo Sie sie herhaben – zum Arzt, in die Apotheke oder die Drogerie. Und zwar in der Originalverpackung, damit sie entsprechend ihren Wirkstoffen fachgerecht entsorgt werden können. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie Medikamente weder weitergeben noch spenden. Und auch wenn es ganz einfach wäre: Medikamente nicht im Kehrichtsack entsorgen und nicht den Abfluss runterspülen.

Abgelaufene Medikamente gehören in der Originalverpackung zurück in die Apotheke. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Abgelaufene Medikamente gehören in der Originalverpackung zurück in die Apotheke. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Abfalltipp #9

Entsorgen Sie Vapes und Batterien mit Verstand

Haben Sie auch schon mal Vapes, Spraydosen, Lithium-Ionen Akkus oder ein Elektrogerät im Abfall entsorgt? Das ist fahrlässig, denn die Dinger können sich plötzlich entzünden und einen Brand auslösen. Dabei lässt sich das meiste ganz einfach und sauber entsorgen. Hier unsere Tipps: E-Zigaretten und Elektrogeräte gratis auf dem Recyclinghof abgeben oder zurück zur Verkaufsstelle bringen. Dort gibt’s auch den «Battery Bag» für alte Batterien und Akkus. Den «Vape Recycling Bag» kann man gratis bestellen bei SENSe-Recycling. Für Sonderabfall steht das Sonderabfallmobil bereit.

Abfalltipp #10

Nutzen Sie die Bioabfallsammlung

Die gibt’s in allen Limmattaler Gemeinden und ist ein doppelter Gewinn: Für Sie, weil sie gratis ist und Sie weniger Gebührensäcke brauchen. Für die Natur, weil im Vergärwerk der Biogas Zürich Mikroorganismen den organischen Abfall in CO₂-neutrales Biogas und hochwertige Düngeprodukte umwandeln. Mit Biogas können Sie heizen, kochen, Auto fahren oder Strom erzeugen. Düngeprodukte können Sie im Vergärwerk kaufen und für Ihren Garten oder Balkon nutzen – Kreislauf geschlossen. Apropos Kreislauf: Mit einem Wurmkomposter produzieren Sie aus Küchenabfall Ihren eigenen hochwertigen Humus.

Rüstabfall ist kein Abfall, sondern Rohstoff: 6500 Tonnen kommen jährlich aus dem Limmattal zusammen. Disclaimer: Bild mit KI generiert.

Rüstabfall ist kein Abfall, sondern Rohstoff: 6500 Tonnen kommen jährlich aus dem Limmattal zusammen. Disclaimer: Bild mit KI generiert.