Heizen mit Abwasser

Wärme fürs Limmatfeld

Bis zu 5'000 Menschen wohnen und arbeiten im Dietiker Stadtteil Limmatfeld. Sie alle profitieren von der Wärme aus der Abwasserreinigungsanlage von Limeco.

Heizen mit Abwasser

«Die Stadt Dietikon hatte die Idee, die Wärme des Abwassers zu nutzen», erzählt Giorgio Lehner von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich EKZ. «Limeco wählte uns als Partner für die Realisierung aus.» Seit 1908 produzieren die EKZ Strom mit dem Flusskraftwerk auf der Limmatinsel. Und dort, direkt gegenüber dem Limmatfeld, wurde eine zentrale Wärmepumpenanlage für die Abwärme aus der ARA gebaut. Über einen 1,8 Kilometer langen Fernwärmering können die angeschlossenen Gebäude CO2-neutrale Wärme beziehen und eigene Abwärme einspeisen.

Das gereinigte Abwasser ist je nach Jahreszeit zwischen 8 und 20 Grad warm. Limeco leitet einen Teil zur EKZ-Wärmepumpe, die ihm zwischen 2 und 6 Grad entzieht und das Wasser auf 42 Grad hochheizt, das in der Fernwärmeleitung zirkuliert. Der Nutzen für die Umwelt ist gross: Dank der Abwasserwärme werden eine Million Liter Heizöl weniger benötigt und die Energiestadt Dietikon spart jährlich über 2'600 Tonnen CO2 ein.

Grafik der kalten Fernwärme in Dietikon

1,8 Kilometer lange Wärmepipeline

Limeco pumpt einen Teil des gereinigten Abwassers aus der Abwasserreinigungsanalge (ARA) flussaufwärts zur Wärmepumpe von EKZ. Sie entzieht ein paar Grad und erhitzt das Wasser auf 42 Grad, das in einem kleinen Fernwärmenetz zirkuliert. An ihm sind die Heizungen von Geschäfts- und Wohnhäusern angeschlossen. 5'000 Menschen profitieren von der cleveren und sauberen Wärmelösung.

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