Berichte zum geplanten Landkauf

Platzbedarf sichern für die zukünftigen Generationen

Zusammenfassung

Die Interkommunale Anstalt Limeco in Dietikon verwertet den Abfall und reinigt das Abwasser aus dem zürcherischen Limmattal und angrenzenden Gemeinden. Zur Erfüllung ihres Reinigungs-, Verwertungs- und Versorgungsauftrags betreibt Limeco eine Kehrichtverwertungsanlage (KVA), eine Abwasserreinigungsanlage (ARA) und ein Regiowärmenetz.

Aus der KVA und der ARA versorgt sie das Limmattal mit erneuerbarer Energie: Regiowärme und Regiostrom. Die dazugehörigen Abwasserkanäle und Regiowärmeleitungen erstrecken sich über das gesamte zürcherische Limmattal, teilweise bis in den Kanton Aargau. Limeco braucht aufgrund verschiedener Faktoren mehr Platz. Das starke und anhaltende Bevölkerungswachstum im Limmattal spielt dabei ebenso eine Rolle wie eine sich ändernde Gesetzgebung, neue Anforderungen an den Stand der Technik sowie betriebliche und wirtschaftliche Aspekte.

Die verfügbaren Landreserven sind hingegen stark limitiert. Die Lage inmitten eines Flachmoors von nationaler Bedeutung (Flachmoor Schachen), das die beiden bestehenden Parzellen beinahe vollständig umschliesst, schränkt eine Entwicklung auf dem jetzigen Areal aufgrund zahlreicher Auflagen ein. Somit besteht bereits mittelfristig ein Platzproblem: Limeco braucht zusätzliche Fläche.

Inhalt Vertiefender Bericht PDF

1. Zusammenfassung
2. Ausgangslage 
3. Problemlösung
4. Nutzen und Chancen
5. Kosten und Finanzierung
6. Gesamtbeurteilung
7. Ausblick und Termine
8. Abkürzungen und Glossar

Nur im Südwesten der KVA grenzt Limeco nicht an das Naturschutzgebiet. Hier betreibt die Coop Genossenschaft ein Verteil- und Administrationszentrum. Diese Parzelle ist für Limeco ideal: Sie ist genügend gross und direkt angrenzend. Coop ist bereit, die Parzelle an Limeco – und zwar nur an Limeco im Hinblick auf den öffentlichen Auftrag – zu verkaufen. Das muss als grosse Chance gewertet werden, denn das Grundstück ist nicht auf dem freien Immobilienmarkt ausgeschrieben. Die beiden Parteien sind sich handelseinig. Die Delegierten der Trägergemeinden haben dem Kaufvertrag bereits am 5. Mai 2017 zugestimmt. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Mit dem Erwerb des Areals sichert sich Limeco den notwendigen Platz für die langfristige Erfüllung ihres Auftrags. Die Planung eines konkreten Bauprojekts für eine neue KVA erfolgt erst nach der Zustimmung des Stimmvolks zum Kauf des Grundstücks. Vor einer allfälligen Umsetzung werden die Trägergemeinden beziehungsweise die Stimmberechtigten erneut das letzte Wort haben.

Der Netto-Kaufpreis bewegt sich zwischen 40 und 65 Millionen Franken. Er setzt sich zusammen aus dem Brutto-Kaufpreis von 90 Millionen Franken abzüglich der mit Coop bereits vertraglich vereinbarten Rückmiete. Diese beträgt zwischen 25 Millionen Franken (mindestens sechs Jahre Rückmiete) und 50 Millionen Franken (maximal zwölf Jahre Rückmiete).

Der Kaufpreis ist für das Areal inklusive aller Anlagen gerechtfertigt. Es handelt sich um eine der grössten zusammenhängenden Industrieparzellen im Kanton Zürich – und dies auch noch an bester Lage. Entsprechende Flächen werden aufgrund des anhaltenden Siedlungsdrucks immer rarer und damit wertvoller. Auch das renommierte und unabhängige Beratungsunternehmen Wüest Partner AG bescheinigt dem Areal eine  langfristige, positive Werthaltigkeit. Sollte Limeco die Parzelle künftig wider Erwarten nicht für ihre eigenen Bedürfnisse benötigen, geht sie mit dem Kauf also ein vertretund kalkulierbares Risiko ein.

Der gesamte für den Kauf des Grundstücks notwendige Betrag wird fremdfinanziert. Diese Finanzierung erfolgt im Rahmen eines Gesamtfinanzierungskonzepts und wurde am Markt ausgeschrieben. Für die Trägergemeinden werden keine direkten Investitionen notwendig. Dank dem aktuell günstigen Zinsumfeld und den geringen erwarteten Risiken kann das Grundstück zu attraktiven Konditionen finanziert werden.

Mit dem Erwerb des Coop-Areals wird Limeco befähigt, die vielfältigen anstehenden Herausforderungen auf Jahrzehnte bewältigen zu können – ganz im Sinn der Trägergemeinden und der zukünftigen Generationen.