Geschäftsführer Patrik Feusi über den geplanten Landkauf und die Vorteile des benachbarten Coop-Areals.
Patrik Feusi ist Geschäftsführer von Limeco

Ausbau Limeco Regiowärme

2015 haben die acht Trägergemeinden von Limeco dem Erstausbau von Regiowärme zugestimmt. Im Januar 2017 erfolgte der Spatenstich im Dietiker Quartier Fondli.

Ursprünglich hätte die Linienführung über die Viaduktbrücke führen sollen. Die Baukommission der Stadt Dietikon stufte sie aber als nicht bewilligungsfähig ein. Also musste eine neue Linienführung ausgearbeitet werden. Der Umweg entlang der Überlandstrasse entpuppte sich als Glücksfall: 

Die neue Linienführung ermöglicht die rasche Integration der Gemeinde Geroldswil ins Regiowärmenetz. Dort muss der 45 Jahre alte Nahwärmeverbund Zentrum totalsaniert werden. Ein kostspieliges Vorhaben, das der Geroldswiler Gemeinderat zugunsten der Anbindung an Regiowärme sistiert hat.

Nach der Integration von Geroldswil und der Fahrweid wird das rechte Limmattal an das Versorgungsnetz von Regiowärme angeschlossen: Oetwil a.d.L., Weiningen sowie Unter- und Oberengstringen.

Markus Bircher ist Leiter Strategie- und Grossprojekte von Limeco

Ersatzneubau KVA 2035

Ums Jahr 2035 erreicht die heutige KVA das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Ein Ersatzneubau am heutigen Standort ist wirtschaftlich kaum tragbar und nicht sinnvoll. Alleine die Ausfallkosten während der Bauarbeiten würden rund 100 Millionen Franken betragen. Zudem grenzt das heutige Areal direkt ans schützenswerte Flachmoor Schachern.

Ein idealer neuer Standort ist das ans heutige Areal angrenzende Grundstück der Coop-Genossenschaft. Es ist aus vielen Gründen bestens geeignet für einen Ersatzneubau:

– Mit 43'612 m2 genügend gross
– Gültiger Richtplaneintrag vorhanden
– Anschluss an Bahn und Autobahn
– Synergien dank räumlicher Nähe von KVA und ARA
– Zentraler Einspeisepunkt ins Regiowärmenetz
– Potenzial für weitere wertschöpfende Nutzungen (Mantelnutzung)

Könnte in Zukunft eine neue KVA auf dem Grundstück gebaut werden, so entsteht auf dem heutigen Areal Raum für die Erweiterung der ARA – auch sie braucht ums Jahr 2035 mehr Platz. 

Power-to-Gas

Limeco hat im Berichtsjahr zusammen mit Swisspower ein nationales Leuchtturmprojekt angestossen: die erste industrielle, wirtschaftlich betriebene Power-to-Gas-Anlage der Schweiz. Mit dem Engagement nehmen wir unsere Rolle als Player der Energiewende wahr: Power-to-Gas ermöglicht die Produktion und Speicherung von ökologisiertem Gas. Die aus Abfall und Abwasser synthetisch hergestellte Energie ist erneuerbar und ersetzt fossile Brenn- und Treibstoffe wie Erdgas oder Heizöl. 

Personelles

Ende 2017 trat Tobias Wildi als neuer Leiter Thermische Verwertung bei Limeco ein. Nach seinem Abschluss als Elektroingenieur HTL war Wildi in verschiedenen leitenden Funktionen tätig, die letzten sechs Jahre bei der Kraftwerke Oberhasli AG. 

Die Geschäftsleitung hat sich in den vergangenen vier Jahren komplett erneuert. Zusammen mit den Mitarbeitenden aus den drei Geschäftsbereichen und der Verwaltung setzt die Führungscrew alles daran, einen sicheren und nachhaltigen Betrieb zu gewährleisten.

Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Menschen im Limmattal über unsere Arbeit zu informieren, unseren Auftrag zu kommunizieren und die Sinnhaftigkeit von Investitionen in die Zukunft aufzuzeigen. 

Das ist anspruchsvoll, weil die Folgen unseres heutigen Handelns erst in zwanzig oder mehr Jahren erkennbar und spürbar sind. Ich danke darum allen Mitarbeitenden von Limeco für ihr enormes Engagement im Berichtsjahr – ein starkes Signal für das, was noch vor uns liegt!

Patrik Feusi
Geschäftsführer