Stéphane Mächler über den Ausbau von Limeco Regiowärme: 2018 konnten 25 neue Wärmelieferverträge und ein weiterer Vertrag für Regiokälte abgeschlossen werden.
Stéphane Mächler ist Leiter Erneuerbare Energien von Limeco

Der noch junge Geschäftsbereich blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück: Mit dem Bau von 15'000 Trassee-Metern wurde die erste Bauetappe erfolgreich abgeschlossen. In rund 450'000 Arbeitsstunden wurden 800 Tonnen Stahl verbaut, 4'000 Meter Nähte geschweisst und 80'000 Tonnen Aushub ausgegraben. Der weitere Ausbau umfasst die Versorgungsleitungen ins Dietiker Gebiet Fondli, nach Spreitenbach, Fahrweid und Geroldswil.

Mit dem Zusammenschluss des neu gebauten Regiowärmenetzes an die Kehrichtverwertungsanlage (KVA) wurde die mobile Heizzentrale im Dietiker Gebiet Gjuch/Fondli aufgehoben. Seit dem 13. September 2018 werden alle angeschlossenen Gebiete mit der KVA als Energiequelle versorgt. Die Wärmezentrale Richi AG Weiningen wurde 2018 in Betrieb genommen. Indem ein Teil der Abwärme des Biomassenkraftwerks in Limeco Regiowärme eingespeist wird, nutzen wir weitere regionale Energien.

2018 beziehen 59 neue Wärmebezüger Limeco Regiowärme direkt ab der Kehrichtverwertungsanlage.

Der Geschäftsbereich Erneuerbare Energien ist nach wie vor in einer organischen Wachstumsphase. Das Team umfasst aktuell sechs Mitarbeitende und wird weiter ausgebaut. Im Berichtsjahr schloss es 25 neue Wärmelieferverträge mit einer Anschlussleistung von 10 Megawatt ab. Das entspricht einer jährlichen CO2-Einsparung von 5’300 Tonnen gegenüber Heizöl. Mit dem Shoppi Tivoli wurde ein Ankerbezüger in Spreitenbach gewonnen, der ab 2019 mit Limeco Regiowärme heizt und voraussichtlich ab 2022 mit Limeco Regiokälte kühlt.

2018 wurden 59 neue Wärmebezüger mit Limeco Regiowärme ab der KVA versorgt. Dazu gehören die dreizehn Wärmebezüger des bisherigen Nahwärmeverbunds in Geroldswil und die elf Wärmebezüger im Gebiet Fondli in Dietikon, die bis im Herbst mit einer mobilen Heizzentrale mit erneuerbarer Energie versorgt wurden. Im Weiteren wurden 35 Heizungsanlagen angeschlossen, zu denen das Hallenbad und das Schulhaus in Dietikon gehören, die seit Herbst 2018 klimaneutral heizen. Bei den insgesamt 91 Wärmebezügern betrug die 2018 total abgesetzte Wärmemenge 32'660 Megawattstunden.

Was unseren Umsatz mindert, uns aber trotzdem sehr freut: Im Industriegebiet Silbern in Dietikon sparen bestehende Regiowärme-Kunden durch die Umsetzung von verschiedenen Massnahmen deutlich an Energie ein.

Energieentwicklung in MWh/Jahr 
(Basis: abgeschlossene Verträge per 31.12.2018)

Energieentwicklung 2016 bis 2020

Im Gesamtausbau werden nun auch Dietikon Ost, Urdorf Nord und Schlieren West mit Regiowärme erschlossen.

Die Zustimmung zum Kauf des Coop-Areals und zum Gesamtausbau von Limeco Regiowärme ermöglicht nun die Erweiterung des Versorgungsgebiets nach Dietikon Ost, Urdorf Nord und Schlieren West. Mit dem periodisch erscheinenden Newsletter «Regiowärme Kompakt» informiert Limeco über die Bautätigkeit. Aktuelle Informationen über die einzelnen Baustellen veröffentlichen wir auf unserer Website.