Stéphane Mächler über den Ausbau von Limeco Regiowärme: 21'750 Trassee-Meter Versorgungsleitungen verlegt, 39 Heizungsanlagen umgestellt und 66 neue Wärmelieferverträge abgeschlossen.
Stéphane Mächler ist Leiter Erneuerbare Energien von Limeco

Der Ausbau des Regiowärmenetzes schritt im Berichtsjahr wiederum erfreulich voran. Mit der Erschliessung der Gemeinden Geroldswil, Oetwil a.d.L. und Teilen von Weiningen sowie weiteren Quartieren in Dietikon West waren Ende 2019 gegen 21'750 Trassee-Meter der Versorgungsleitungen verlegt. Der Ausbau in Unterengstringen, Oberengstringen, Spreitenbach, Schlieren und entlang der Limmattalbahn ist in Planung und erste kleinere Etappen wurden schon umgesetzt.

2019 wurden 39 Heizungsanlagen auf Limeco Regiowärme umgestellt. Dazu gehört der Ankerbezüger Shoppi Tivoli. Voraussichtlich ab 2022 wird das Shoppi Tivoli auch mit Limeco Regiowärme kühlen.

Herausfordernder Ausbau der Instandhaltung.

Das stetig wachsende Wärmenetz mit fast 300 Schächten und über 10 Kammern mit diversen Armaturen sowie die 128 Hausstationen müssen nun unterhalten und gewartet werden. Dabei sind die verschiedensten Schnittstellen und Anforderungen zu berücksichtigen. Für den noch jungen Geschäftsbereich bedeutete der Aufbau der ganzen Instandhaltung mit sämtlichen Prozessen eine grosse Herausforderung. Dennoch konnten im Berichtsjahr zusätzlich alle Hausstationen, die im Gebiet Silbern in Dietikon seit vielen Jahren in Betrieb sind, saniert und technisch aufgerüstet werden.

Neues Leitsystem optimiert Leistungsregelung.

Sämtliche Hausstationen wurden an das 2019 neu eingeführte Leitsystem angeschlossen. Es ermöglicht die Analyse der Wärmelieferungen und damit die Optimierung der Leistungsregelung. Mit der Aufschaltung des geografischen Informationssystems WebGIS stehen jederzeit aktuelle Informationen für den Betrieb und die Instandhaltung zur Verfügung.

Hausanschluss auf Leitsystem
Ausschnitt WebGis Fahrweid
Dank 66 neuen Wärmelieferverträgen 4'750 Tonnen CO2 weniger.

Die erfreulich grosse Nachfrage nach Limeco Regiowärme hielt auch im Berichtsjahr an. Trotz Vakanzen im Verkaufsteam konnten 66 neue Wärmelieferverträge mit einer Anschlussleistung von 9,4 Megawatt abgeschlossen werden. Damit lassen sich gegenüber Heizöl jährlich 4'750 Tonnen CO2 einsparen.

Energieentwicklung in MWh/Jahr 
(Basis: abgeschlossene Verträge per 31.12.2019)

Energieentwicklung 2016 bis 2020

Regiowärme: 2019 zu 99,43% CO2-neutral.

Apropos CO2-Einsparung: Wir haben uns dazu verpflichtet, dass Limeco Regiowärme mindestens zu 90% CO2-neutral ist. Die Frage stellt sich, warum wir uns nicht zu 100% verpflichten? Der Grund: An einzelnen bitterkalten Tagen ist es möglich, dass die zu 100% CO2-neutrale Abwärme aus der KVA nicht ausreicht, um alle Kunden mit Wärme zu versorgen. Dann wird die sogenannte Spitzenlast mit einem Hilfsdampfkessel abgedeckt, der bisher mit Erdöl betrieben wurde. Ende 2019 haben wir nun einen neuen Kessel installiert, der mit Gas und/oder Biogas betrieben wird.

Energiemix Regiowärme

Tabelle zuklappen
Einheit 2017 2018 2019
Absatz Regiowärme, Regiodampf MWh 25'521 32'660 59'395
Stromverbrauch MWh 196 193 274
Heizölverbrauch der KVA für Spitzenlast l 19'137 9'215 33'993
Anteil fossile Energie zum Gesamtabsatz % 0,75 0,28 0,57
Anteil CO2-neutral % 99,25 99,72 99,43