Gabriela Kofel

Leiterin Kommunikation

Dietikon, 2. März 2022

Limeco Masterplanung 2050

Start in eine nachhaltige Energiezukunft für das Limmattal:
Mit einer Testplanung lotet Limeco mögliche Lösungen für die Umsetzung ihres Generationenprojekts aus.

Die kürzlich erfolgte Publikation des Weissbuchs 1 war der Auftakt für die Testplanung. Drei Teams mit ausgewiesenen Kompetenzen in Städtebau und Architektur, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung erarbeiten nun im Rahmen eines Studienauftrags Lösungsvorschläge für die Umsetzung des Generationenprojekts für eine nachhaltige Energiezukunft des Limmattals. Dies geschieht im Dialog zwischen den Teams und dem erstklassig besetzten Begleitgremium. Den verschiedenen Anspruchsgruppen werden die Zwischenergebnisse im Echoraum vorgestellt und mit ihnen gespiegelt. Die Ergebnisse liegen per Ende 2022 vor und sind Grundlage für das Richtprojekt und damit für die Ausarbeitung des Gestaltungsplans.

Weil Bevölkerung und Wirtschaft im Limmattal stark wachsen und neue gesetzliche Anforderungen hinzukommen, müssen die Kehrichtverwertungsanlage und die Abwasserreinigungsanlage von Limeco erneuert bzw. ausgebaut werden. Die deutliche Zustimmung der Stimmbevölkerung zum Kauf des angrenzenden Industrieareals 2018 war der erste Meilenstein in der Masterplanung für die Realisierung dieses Generationenprojekts. Limeco möchte sich am Standort Dietikon zum Limmattaler Energiezentrum LEZ entwickeln, die Limmattaler Bevölkerung mit CO₂-neutraler Energie versorgen und so einen substanziellen Beitrag zur Versorgungssicherheit und der Energie- und Klimawende leisten. Im Weissbuchdialog mit den acht Trägergemeinden von Limeco und weiteren wichtigen Anspruchsgruppen haben sich vier Themen für eine nachhaltige Zukunft des Limmattals herauskristallisiert: Wasser, Energie, Natur und Zusammenleben. Im Symbol des Kleeblatts widerspiegelt sich die Haltung, diese vier Themen gleichwertig und respektvoll zu entwickeln. Ergebnisse und Erkenntnisse sind im Weissbuch 1 transparent zusammengeführt. weissbuch2050.ch

Drei Teams stellen sich der Herausforderung

An der Ende des letzten Jahres ausgeschriebenen Präqualifikation für den Studienauftrag haben sich 14 Teams beteiligt. Das breit abgestützte Begleitgremium, dem neben renommierten Architektinnen und Architekten, auch Vertreter der Standortgemeinde Dietikon und von Limeco angehören, wählte drei hochkarätige Teams mit ausgewiesenen Kompetenzen in Städtebau und Architektur, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung aus. Diese erarbeiten nun in einem Studienauftrag Lösungsvorschläge, wie auf dem Areal von Limeco die Infrastrukturanlagen im Sinne des Kleeblatts möglichst weitsichtig und gewinnbringend in ihrer zeitlichen Abfolge platziert werden können. Dazu gehört auch die Auslotung möglicher Zwischen- und Mantelnutzungen. Die Testplanung soll aufzeigen, wie ein sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Generationenprojekt realisiert werden kann, das einen massgeblichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Menschen im Limmattal und zum Netto-Null-Klimaziel des Bundes leistet.

Dialog bleibt zentrales Element

Während des Studienauftrags findet ein offener Austausch zwischen den Teams und dem Begleitgremium statt. Aber auch die Mitwirkenden des Weissbuchs 1, also die Trägergemeinden und Mitarbeitenden von Limeco, die IG Silbern, die Naturschutzverbände und die Baudirektion des Kantons Zürich, werden eingeladen, sich im Echoraum ein Bild zu den Zwischenergebnissen zu machen und ihre Sicht einzubringen.

Ergebnisse der Testplanung im Weissbuch 2

Mit der Testplanung liegt die planerische Basis vor, um beim Abgleich mit den Eigentümerprozessen (Eigentümerstrategie und Überarbeitung des Anstaltsvertrags) fundierte Entscheidungen mit Weitblick treffen zu können. Die möglichen Lösungsansätze aus der Testplanung werden in einem Synthesebericht zusammengefasst, der Ende 2022 vorliegen wird. Dieser Bericht und die weiteren Erkenntnisse aus den Dialogen, die im Weissbuch 2 zusammengetragen werden, bilden die Grundlage für das anschliessend auszuarbeitende Richtprojekt, das Voraussetzung für die Eingabe des Gestaltungsplans ist. Liegt der genehmigte Gestaltungsplan vor, können die konkreten Neu- und Ausbauten projektiert werden.

Teams

Architektur/Städtebau: Dürig AG, Zürich
Landschaftsarchitektur: Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH Zürich und München
Subplaner: Oeplan GmbH Altstätten
​Verkehrsplanung: Ing. Büro für Verkehrsplanung W. Hüsler AG Zürich

Architektur/Städtebau: Christian Salewski & Simon Kretz Architekten GmbH Zürich
Landschaftsarchitektur: Robin Winogrond in Zusammenarbeit mit Office of Living Things
Subplaner: TEAMverkehr.zug AG
​Verkehrsplanung: Flussbau AG, Zürich, Bern, Luzern

Architektur/Städtebau: BAUKUNST mit Rapp Lausanne und Belgien
Landschaftsarchitektur: ECHO Urban Design b.v. (Rotterdam)
​Verkehrsplanung: Rapp Trans AG, Zürich

Mitglieder Begleitgremium

Stefano Kunz (Vorsitz), Verwaltungsratspräsident Limeco
Toni Kiwic, Verwaltungsrat Limeco
Patrik Feusi, Geschäftsführer Limeco
Markus Bircher, Leiter Strategieprojekte Limeco
Christoph Rothenhöfer, TBF + Partner AG (Moderation)
Severin Lüthy, Leiter Stadtplanungsamt Dietikon
Kees Christiaanse, KCAP Architects & Planners
Erika Fries, Huggenbergerfries AG
Maurus Schifferli, Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt AG