2025 konnte Limeco wichtige Weichen für die Zukunft stellen: Einerseits ist der kantonale Gestaltungsplan für das Limmattaler Energiezentrum finalisiert, andererseits steht mit dem revidierten Entwurf für den neuen Anstaltsvertrag eine konsensfähige Lösung. «Der neue Anstaltsvertrag bildet die Basis für eine stabile, vertrauensvolle Zusammenarbeit und sichert langfristig die Handlungsfähigkeit von Limeco», sagt Stefano Kunz, Verwaltungsratspräsident von Limeco, «wir sind zuversichtlich, dass nun alle Trägergemeinden ihre Zustimmung geben werden.» Sein Dank gilt allen Mitarbeitenden, der Geschäftsleitung sowie den Partnerinnen und Partnern für den grossen Einsatz und die hohe Professionalität in allen Unternehmensbereichen.
Fortschritte beim Generationenprojekt LEZ
Das Limmattaler Energiezentrum hat 2025 weiter an Kontur gewonnen. Es zeigte sich, dass gerade ein grosses Infrastrukturprojekt wie LEZ – in einem sehr dicht besiedelten Raum mit vielen verschiedenen Anspruchsgruppen – besondere Flexibilität von allen Beteiligten fordert. Im Fokus standen neben der erwähnten Finalisierung des Gestaltungsplans die Arbeiten am Vorprojekt, das im Frühling 2026 abgeschlossen wird. Die Ausstellung zum Architekturwettbewerb im Januar 2025 stiess auf grosses Interesse und die breite Öffentlichkeit nahm das Siegerprojekt wohlwollend auf. «Um LEZ «enkeltauglich» zu bauen, dürfen wir nicht aus Kostengründen überall Abstriche machen», betont Geschäftsführer Patrik Feusi, «sondern wir müssen Langzeitperspektiven berücksichtigen und bereits heute künftige Anforderungen in die Planung einfliessen lassen.»
Die wichtigsten Fakten zum Geschäftsjahr 2025
Finanzen
Das Betriebsergebnis 2025 ist über das gesamte Unternehmen hinweg positiv. Positive Auswirkungen auf die Jahresrechnung hatte dank vorteilhafter Refinanzierungen auch das Zinsumfeld. Insgesamt konnte Limeco CHF 9,6 Millionen dem Eigenkapital zuweisen. Dies insbesondere dank der dynamischen Entwicklung der Limeco Regiowärme. Im Bereich Abwasserwirtschaft lag der Gesamtaufwand unter Budget, was direkt den Trägergemeinden zugutekam. Die Nettoinvestitionen – hauptsächlich für den Ausbau des Regiowärmenetzes, das Projekt LEZ sowie die Kanalsanierung Schönenwerd – beliefen sich auf über CHF 31 Millionen.
Abwasserwirtschaft
Im Berichtsjahr 2025 reinigte Limeco 12,5 Millionen Kubikmeter Mischabwasser. Das sind insgesamt 2,3 Milliarden Liter Abwasser weniger als im sehr niederschlagsintensiven Vorjahr. Die geringeren Mischabwassermengen führten zu höheren Aufenthaltszeiten in den Becken und entsprechend zu einer besseren Reinigungsleistung. Ein Highlight war die Wahl des Limmattals als Standort für das Blue Nexus Lab der Eawag. Mit dem Reallabor für Wasser und Klimaanpassung wird das Limmattal zu einer Modellregion für Massnahmen in den Bereichen blaugrüne Infrastruktur und Schwammstadt.
Thermische Verwertung
2025 verwertete Limeco insgesamt 91’995 Tonnen Abfall. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um fast 2% ist vor allem auf die Revision der Kehrichtverwertungsanlage mit einer temporären Abstellung beider Ofenlinien zurückzuführen. Die umfassenden Revisionsarbeiten – unter anderem an Turbine und Kamin – waren nötig, um den Entsorgungsauftrag und die Wärmelieferung weiterhin zuverlässig wahrzunehmen. Trotz dieser Einschränkungen konnte Limeco mit 191’476 MWh erneut eine Rekordmenge für die Fernwärme auskoppeln. Ebenfalls erfreulich: Die im Geschäftsjahr vom AWEL publizierten KVA-Zahlen 2024 belegen die hohe Effizienz und gute ökologische Performance der KVA. Die Gesamtökologie-Bewertung für KVA zeigt für Limeco 36 CO₂-Äquivalente pro Tonne Abfall und die Umweltbelastungspunkte liegen bei minus 230’000 UBP pro Tonne Abfall. Damit weist Limeco unter dem Strich eine erfreulich positive Umweltbilanz aus.
Erneuerbare Energien
Die Nachfrage nach Limeco Regiowärme blieb im vergangenen Geschäftsjahr unverändert hoch: Insgesamt waren 576 Hausanschlüsse in Betrieb und mit 131 neuen Verträgen ist Limeco dem Businessplan voraus. 2025 baute Limeco das Leitungsnetz um 10,8 Kilometer auf 74,3 Trassekilometer aus. Der Gesamtenergieabsatz belief sich auf 173 GWh, was einer theoretischen Einsparung durch die Nutzung von Fernwärme anstelle fossiler Brennstoffe von 58’300 Tonnen CO₂ entspricht. Somit liessen sich 323 Heizöltransporte mit einem Tankvolumen von 22’000 Litern vermeiden
Online-Präsenz für Geschäftsbericht und Nachhaltigkeitsbericht
Der Geschäftsbericht wird online in Kombination mit dem Nachhaltigkeitsbericht publiziert. Unter www.report.limeco.ch sind neben den PDF-Downloads spannende Geschichten aus dem Geschäftsjahr attraktiv aufbereitet.