Mehr saubere Heizenergie fürs Limmattal

Zukunftsweisender Ausbau der regionalen Fernwärmeversorgung

Acht Limmattaler Gemeinden stimmen dem Ausbau der Fernwärme zu. Bis 2029 lässt sich so der Absatz dieser umweltfreundlichen Energie auf 75’000 Megawattstunden verdreifachen und der regionale CO2-Ausstoss um 10’000 Tonnen pro Jahr senken. In einem ersten Schritt schliessen sich die Dietiker Gebiete Fondli und Niderfeld ans Versorgungsnetz an. Spreitenbach Ost könnte bald dazustossen. Neu hat die Fernwärme aus dem Limmattal einen eigenen Namen: Limeco Regiowärme. 

Steigende CO2-Abgaben und das wachsende Bewusstsein für umweltfreundliche Energie machen klimaneutrale Heizenergie immer attraktiver. Mit Limeco Regiowärme verfügt das Limmattal seit rund 30 Jahren über ein eigenes Fernwärmenetz, das von der Abwärme des Kehrichtheizkraftwerks gespiesen wird. Abwärme aus der Abfallverwertung ist CO2-neutrale und grösstenteils erneuerbare Energie, zertifiziert mit dem Label «naturemade basic». 

Entscheid mit Weitsicht

Die acht Trägergemeinden der Interkommunalen Anstalt Limeco haben einen nachhaltigen Entscheid gefällt: Das Versorgungsnetz von Limeco Regiowärme wird massiv ausgebaut. «Mit ihrem klaren Ja beweisen die Exekutiven viel Weitsicht. Das Limmattal ist eine Wachstumsregion, ihr Wärmebedarf wird weiter ansteigen», sagt Jean-Pierre Balbiani, Stadtrat von Dietikon und Verwaltungspräsident von Limeco. Bis 2029 sollen rund 30 Millionen Franken in den Ausbau der sauberen Energie fliessen. Jährlich gelangen dann 10’000 Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre. 

Fondli, Niderfeld und Spreitenbach Ost

In einem ersten Schritt werden sich bis 2017 die Gebiete Fondli und Niderfeld in Dietikon ans Versorgungsnetz anschliessen. «Schulhaus und Schwimmbad im Fondli brauchen eine neue Heizung. Darum hat dieses Gebiet höchste Priorität», so Patrik Feusi, Geschäftsführer von Limeco. Mit der Gemeinde Spreitenbach sowie privaten Immobilien-Investoren sind Gespräche im Gang. Die Anbindung weiterer Quartiere erfolgt in Koordination mit den gemeindeeigenen Gasversorgungen und mit dem Bau der Limmattalbahn. Letztere ermöglicht sinnvolle und kostensparende Synergien: Die grossen Wärmeleitungen könnten ins Bahntrassee integriert werden. 

Günstig trotz Preisanstieg

Fernwärme war früher ein Abfallprodukt der Abfallverwertung, heute gilt die Abwärme aus dem Kehrichtheizkraftwerk als ökologisch wertvolle Energie. Zudem sind die Kosten für die Wärmegewinnung und -verteilung gestiegen, während die Erträge aus Abfallverwertung und Stromverkauf gesunken sind. Um die Versorgung in Zukunft sicherzustellen, muss Limeco darum die Preise für Regiowärme auf ein Niveau anheben, das ihrem Wert auf dem freien Markt gerecht wird. 

«Einzelne unserer Kunden müssen bis zu 40 Prozent mehr bezahlen, was wir sehr bedauern», sagt Patrik Feusi. «Ehrlich gesagt wäre ich auch irritiert, wenn ich eine solch bittere Pille schlucken müsste. Darum liegt uns viel daran, direkt und offen zu informieren. Ich habe viele persönliche Gespräche geführt und erlebt: Sobald unsere Kunden die ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge verstehen, zeigen sie grosses Verständnis für die Preiserhöhung. Sie stehen weiterhin hinter unserem Produkt, auch weil Limeco Regiowärme nach wie vor zu den günstigsten und gleichzeitig umweltfreundlichsten Heizsystemen zählt.» Neu ist der Energiepreis an einen von fünf unabhängigen Energieindizes des Bundes gekoppelt, den die Kunden frei wählen können. Das garantiert volle Transparenz. 

Limeco Regiowärme

Aus dem Limmattal, fürs Limmattal

Keine fossilen Brennstoffe, keine langen Transportwege und unabhängig vom internationalen Energiemarkt: Limeco Regiowärme ist ein umweltfreundliches Limmattaler Produkt, das die Abwärme des Kehrichtheizkraftwerks in Dietikon nutzt. Die Versorgung funktioniert wie eine riesige ökologische Zentralheizung: In unterirdischen Leitungen zirkuliert heisses Wasser, das die angeschlossenen Liegenschaften mit Wärme versorgt. Limeco Regiowärme eignet sich zum Heizen, fürs Warmwasser zum Duschen und Baden und sogar zum Kühlen. Regiowärme ist in dicht besiedelten Gebieten nachhaltig sinnvoll, entsprechend gross ist das Potenzial im Limmattal. Zum Vergleich: Das heutige regionale Versorgungsnetz ist knapp vier Kilometer lang, das in der Stadt Zürich stattliche 150 Kilometer.