Stéphane Mächler über den Ausbau von Limeco Regiowärme, Anschlussentwicklung, Betrieb und Instandhaltung: 2020 wurden zusätzlich 10’012 Trassee-Meter Versorgungsleitungen verlegt, 60 Heizungsanlagen umgestellt und 94 neue Wärmelieferverträge abgeschlossen.
Stéphane Mächler ist Leiter Erneuerbare Energien von Limeco

Der Ausbau des Regiowärmenetzes schritt im Berichtsjahr vor allem in den Gemeinden Unterengstringen, Oberengstringen und entlang der Limmattalbahn weiter voran. Mit der Erschliessung der Gemeinden Unterengstringen und Oberengstringen, sowie Verlegung der Versorgungsleitungen entlang der Limmattalbahn in Spreitenbach, Dietikon, Urdorf und Schlieren waren Ende 2020 total 32’757 Trassee-Meter der Versorgungsleitungen verlegt, also 10’012 Trassee-Meter mehr als im Vorjahr.

Weniger Heizöltransporte dank der Umstellung auf Regiowärme.

2020 wurden 60 Heizungsanlagen auf Limeco Regiowärme umgestellt. Diese Anlagen haben eine Anschlussleistung zwischen 14 Kilowatt und 330 Kilowatt und reichen von Einfamilienhäusern bis hin zu grösseren Überbauungen und Gewerbegebäuden. Dadurch fuhren mehr als 100 Heizöltransporte weniger durch die Quartiere.

Betrieb und Instandhaltung gewinnen laufend an Bedeutung.

Im Berichtsjahr ist sowohl das Wärmenetz mit rund 360 Schächten und Kammern als auch die Anzahl der Hausstationen in den Heizungsräumen weiter auf 188 angewachsen. An sämtlichen Hausstationen, Schächten und Kammern wird eine jährliche Inspektion durchgeführt. Verschiedene Schächte und Kammern befinde sich an exponierten Lagen. Bei 52 Schächten wurde aus Sicherheitsgründen der Verkehrsdienst hinzugezogen.

Einführung Abrechnungssoftware IS-E.

Um den wachsenden Anforderungen an die Energieabrechnungen gerecht zu werden, wurde im Berichtsjahr die Abrechnungssoftware IS-E eingeführt. Mit dieser weit verbreiteten Branchenlösung wird ab dem Verkaufsprozess bis hin zur Abrechnung der Energien ein einheitliches System aufgebaut, das auch zukünftige Abrechnungsanforderungen berücksichtigt. Der Kunde erhält eine übersichtliche Rechnung mit verschiedenen Zusatzinformationen.

Mit den 94 neuen Wärmelieferverträgen werden jährlich zusätzlich 6’200 Tonnen CO2 eingespart.

Die grosse Nachfrage nach der Regiowärme schlägt in den erschlossenen Gebieten mit 94 neuen Wärmelieferverträgen zu Buche. Dies entspricht einer Anschlussleistung von 13,7 Megawatt und einer mutmasslichen Energie von 25 GWh/a. Dies entspricht einer jährlichen CO2-Einsparung gegenüber Heizöl (70%) und Gas (30%) von rund 6’200 Tonnen. Was uns dabei besonders freut: Im ganzen Versorgungsgebiet gibt es keinen sogenannten Anschlusszwang, sondern wir überzeugen mit unserem attraktiven Angebot.

Energieentwicklung in MWh/Jahr 
(Basis: abgeschlossene Verträge per 31.12.2020)

Energieentwicklung 2016 bis 2020

Limeco Regiowärme war 2020 zu 98,97% CO2-neutral.

Apropos CO2-Einsparung: Limeco hat sich dazu verpflichtet, dass Limeco Regiowärme mindestens 90% CO2-neutral ist. An einzelnen, bitterkalten Tagen kommt es vor, dass die Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (100% CO2-neutral) nicht ausreicht, um alle Kunden mit Wärme zu versorgen. Dann wird die sogenannte Spitzenlast mit einem Hilfsdampfkessel abgedeckt, welcher mit Gas und/oder Biogas betrieben wird.

Ab dem Jahr 2021 erweitert Limeco die Produktepalette und kann Regiowärme anbieten, welche zu 100% CO2-neutral und sogar zertifiziert ist.

Energiemix Regiowärme

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Einheit 2018 2019 2020
Absatz Regiowärme, Regiodampf, Regiokälte MWh 32'660 59'395 68'154
Stromverbrauch CO2-neutral MWh 193 275 317
Heizölverbrauch der KVA für Spitzenlast (fossil) l 9'215 33'993 21'820
Gasverbrauch der KVA für Spitzenlast (80% fossil) MWh - - 482
Anteil fossile Energie zum Gesamtabsatz % 0,28 0,57 1,03
Anteil CO2-neutral % 99,72 99,43 98,97